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190421

100 Jahre Volkshochschulen – Die Idee ist älter
Erwachsenenbildung in historischer Perspektive?

Florian Grams (Historiker)

04.11.2019, 10:30 Uhr - 16:30 Uhr (8 UStd.)

In der Weimarer Verfassung von 1919 war das Volksbildungswesen erstmals rechtlich verankert. Ihre Geschichte ist älter. Inzwischen blickt die Erwachsenenbildung auf eine Geschichte von über 200 Jahren zurück. Sie entstand als eigenständiges Tätigkeitsfeld mit der Herausbildung der bürgerlichen Gesellschaft. Mit ihr wurde die Zwangsläufigkeit, die Tätigkeit der Vorfahren zu übernehmen, fragwürdig. Durch Bildung ließ sich nun erstmals gesellschaftlicher Aufstieg erreichen. Dem entsprach Kants Verständnis der Aufklärung als Ausgang aus selbstverschuldeter Unmündigkeit. Insofern war Erwachsenenbildung über eine lange Zeit vor allem ein Ansatz zur Emanzipation. Erst seit recht kurzer Zeit wird auch an die Erwachsenenbildung der Anspruch herangetragen, die „Marktchancen“ der Lernenden zu verbessern. Auf diese Weise verändern sich auch der Lernprozess und die Intention in der Erwachsenenbildung.

Im Seminar wollen wir uns mit der Geschichte der Erwachsenenbildung auseinandersetzen und anhand von Quellen und eigenen Erfahrungen darüber nachdenken, welche Lehren aus der Geschichte für unser professionelles Handeln zu ziehen sind.

Lehrende, Kursleitende, Trainer/-innen

Hauptberufl. Mitarbeiter/-innen, Leitungskräfte

39,00 EUR (inkl. Imbiss)

Birgit Lemke