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200283

Kinderrechte 2.0 – Partizipation in medialen Lebenswelten
Fachkonferenz

Claudia Grove (VHS Oldenburg) , Christel Wolf (AEWB) , Karin Pieper (LEB in Niedersachsen e.V., Beratungsbüro Oldenburg) , Anke Märk-Bürmann (Dipl.-Bibliothekarin, Lehrerin, Mitarbeiterin der Akademie für Leseförderung Niedersachsen) , Alrun Klatt (Medienpädagogin, Leiterin multimediamobil Nordwest) , Frauke Hohberger (Musikerin, Pädagogin, Autorin)

02.07.2020, 10:30 Uhr - 16:30 Uhr (8 UStd.)

Ein 3D-Bild aus dem Mutterleib, das Neugeborene direkt nach der Geburt, die ersten Schritte und das lustige Karnevalskostüm: Benno als Kürbis verkleidet. Bilder wie diese werden täglich in den sozialen Netzwerken gepostet oder via Messengerdienste verbreitet. Fotos, die wir heute niedlich finden, können den Kindern später unendlich peinlich sein. Sind die Fotos erst einmal veröffentlicht, wächst der digitale Fußabdruck der Kinder, bevor sie selbst einer Veröffentlichung dieser Bilder zustimmen können oder überhaupt dazu gefragt werden. Laut Art. 16 der UN-Kinderrechtskonvention hat jedes Kind das Recht auf Privatsphäre. Daraus resultiert laut Deutschem Kinderhilfswerk die Freiheit eines jeden Kindes, selbst zu entscheiden, was und wie viel es von sich in der Öffentlichkeit, d.h. auch im Internet, über sich preisgibt. Aber heißt das nun, niemand darf mehr ein Kinderfoto posten? „Nein, das tut es nicht!“ schreibt das Deutsche Kinderhilfswerk und erläutert weiter: „Kinder sind Teil unserer Gesellschaft und sollen deswegen auch sichtbar und präsent in allen Bereichen unserer Gesellschaft sein – und zwar auch der digitalen Welt.“ Wie dieser Drahtseilakt zwischen Schutz und Teilhabe von Kindern in den Medien gemeistert werden kann, das ist die zentrale Frage dieser Fachtagung.

Ausschlaggebend sind dabei immer die Bedürfnisse, das Wohlergehen und die Fähigkeiten des Kindes und des Heranwachsenden. Doch wie weit sollte das Recht auf Partizipation gehen? Gibt es pädagogisch wertvolle Medien? Welche Rolle spielt die mediatisierte Teilhabe bei medienkompetenten Mediennutzungsverhalten von Kindern? Und: Welche Rechte muss ich in der Medienpraxis mit Kindern beachten?

 

Mit einem Vortrag zum Thema Kinderrechte und anschließenden medienpraktischen Workshops wird sich den Fragen und Herausforderungen der mediatisierten Lebenswelten von Kindern und Heranwachsenden genähert und anhand von praktischen Beispielen die Chancen und Möglichkeiten aufgezeigt. Eingeladen sind pädagogische Fachkräfte (Erzieher*innen, Bibliothekar*innen, Lehrkräfte und Dozent*innen, Tageseltern und andere Interessierte).

 

Bitte geben Sie im Bemerkungsfeld die Auswahl Ihres Workshop ein.

 

WS 1: „Book Creator, Tiptoi Creator“ Sprach- und Lese-kompetenz mit digitalen und analogen Medien fördern Lesen als grundlegende Qualifikation zur Teilhabe beginnt nicht erst mit dem Lesenlernen in der Schule, sondern bereits im vor-schulischen Alter haben Kinder vielfältigen Kontakt zu analo-gen und digitalen Medien. Im Workshop lernen Sie Ideen kennen, wie Sie die Lesemotivation schon im frühen Alter wecken und fördern können. Ideen für den spielerischen Ein-satz von Bilderbüchern und kreative, digitale Programme wer-den vorgestellt und ausprobiert (z. B. „1001 Sprache: bilingual picturebooks“). Diese bieten ein hohes Maß an Gestaltung und eignen sich besonders für die Sprach- und Leseförderung. Anke Märk-Bürmann, Akademie für Leseförderung Niedersachsen

WS 2: #selbermukken - Musik mit Apps Ob allein oder in der Gruppe: Musikapps unterstützen Kinder beim Musizieren. Intuitiv, selbstbestimmt und zeitgemäß kann mit ausgewählten Musikapps auf professionellem Klanglevel Musik entdeckt, erlebt und gestaltet werden. Im Workshop probieren wir verschiedene Musikapps und Musizierformate aus. Nichtmusiker*Innen sind unbedingt willkommen! BITTE BRINGEN SIE EINEN KOPFHÖRER MIT! Frauke Hohberger, Musikerin, Pädagogin und Autorin

WS 3: Let`s Play! Spielerisch krativ Coden Wenn Kinder digital mündig werden sollen, sollten sie Technik nicht nur nutzen, sondern auch begreifen. Kinder zu befähigen, mit digitalen Werkzeugen die Welt aktiv zu gestalten, kann ein Ansatz sein und ist längst nicht mehr nur etwas für Technik- Nerds. Es gibt viele einfache Anwendungen, mit denen Kinder spielend die Grundlagen der Programmierung lernen können. In diesem Workshop können die Teilnehmenden unterschied-liche Ansätze, Ideen und Hardware kennenlernen und testen diese natürlich gleich praktisch. Alrun Klatt, Multmediamobil Nordwest

Eingeladen sind pädagogische Fachkräfte (Erzieher*innen, Bibliothekar*innen, Lehrkräfte und Dozent*innen, Tageseltern und andere Interessierte).

39,00 EUR (inkl. Imbiss)

Saskia da Silva, Tel.: -341