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200555

Kinderrechte 2.0 – Partizipation in medialen Lebenswelten
Fachkonferenz

Christel Wolf (AEWB) , Anke Märk-Bürmann (Dipl.-Bibliothekarin, Lehrerin, Mitarbeiterin der Akademie für Leseförderung Niedersachsen) , Nadine Aggour (Medienpädagogin, Leiterin multimediamobil Südost) , Anne Kliche (Mediencoach beim Medienzentrum Wolfenbüttel) , Frauke Hohberger (Musikerin, Pädagogin, Autorin) , Jutta Croll (Stiftung Digitale Chancen - Projektleitung Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt )

19.11.2020, 09:00 Uhr - 14:30 Uhr (7 UStd.)

online

Ein 3D-Bild aus dem Mutterleib, das Neugeborene direkt nach der Geburt, die ersten Schritte und das lustige Karnevalskostüm: Benno als Kürbis verkleidet. Bilder wie diese werden täglich in sozialen Netzwerken gepostet oder via Messengerdienste verbreitet. Fotos, die wir heute niedlich finden, können den Kindern später unendlich peinlich sein. Sind die Fotos erst einmal veröffentlicht, wächst der digitale Fußabdruck der Kinder, bevor sie selbst einer Veröffentlichung dieser Bilder zustimmen können oder überhaupt gefragt werden.

Laut Art. 16 der UN-Kinderrechtskonvention hat jedes Kind das Recht auf Privatsphäre. Daraus resultiert laut Deutschem Kinderhilfswerk die Freiheit eines jeden Kindes, selbst zu entscheiden, was und wie viel es von sich in der Öffentlichkeit, d.h. auch im Internet, über sich preisgibt. Aber heißt das nun, niemand darf mehr ein Kinderfoto posten? „Nein, das tut es nicht!“ schreibt das Deutsche Kinderhilfswerk und erläutert weiter: „Kinder sind Teil unserer Gesellschaft und sollen deswegen auch sichtbar und präsent in allen Bereichen unserer Gesellschaft sein – und zwar auch der digitalen Welt.“ Wie kann dieser Drahtseilakt zwischen Schutz und Teilhabe von Kindern in den Medien gemeistert werden?

Ausschlaggebend sind die Bedürfnisse, das Wohlergehen und die Fähigkeiten des Kindes und des Heranwachsenden. Doch wie weit sollte das Recht auf Partizipation gehen? Gibt es pädagogisch wertvolle Medien? Welche Rolle spielt die mediatisierte Teilhabe bei medienkompetenten Mediennutzungsverhalten von Kindern? Und: Welche Rechte muss ich in der Medienpraxis mit Kindern beachten?

Im Online-Format gibt es einen Vortrag und medienpraktische Workshops. Sie benötigen zur Teilnahme ein Headset und – wenn möglich – eine Kamera. Vorab erhalten Sie alle technischen Informationen zur Online-Teilnahme.

Eingeladen sind pädagogische Fachkräfte (Lehrkräfte und Dozent*innen, Erzieher*innen, Bibliothekar*innen, Tageseltern und andere Interessierte).

Bitte sprechen Sie gerne die Kolleg*innen des Medienzentrums Wolfenbüttel an, wenn es Ihnen an technischer Ausstattung fehlt (M.Lorenz@lk-wf.de, 05331 84-128).

 

Bitte geben Sie Ihre Workshopwahl bei der Anmeldung im Bemerkungsfeld an.

WS 1: „Bilderbücher analog und digital“ Lesen als grundlegende Qualifikation zur Teilhabe beginnt nicht erst mit dem Lesenlernen in der Schule, sondern bereits im vorschulischen Alter haben Kinder vielfältigen Kontakt zu analogen und digitalen Medien. Im Workshop lernen Sie Ideen kennen, wie Sie die Lesemotivation schon im frühen Alter wecken und fördern können. Ideen für den spielerischen Einsatz von Bilderbüchern und kreative, digitale Programme werden vorgestellt und ausprobiert (z. B. „1001 Sprache: bilingual picturebooks“). Diese bieten ein hohes Maß an Gestaltung und eignen sich besonders für die Sprach- und Leseförderung. Anke Märk-Bürmann, Akademie für Leseförderung Niedersachsen

WS 2: #selbermukken - Musik mit Apps Ob allein oder in der Gruppe: Musikapps unterstützen Kinder beim Musizieren. Intuitiv, selbstbestimmt und zeitgemäß kann mit ausgewählten Musikapps auf professionellem Klanglevel Musik entdeckt, erlebt und gestaltet werden. Im Workshop probieren wir verschiedene Musikapps und Musizierformate aus. Nichtmusiker*Innen sind unbedingt willkommen! Frauke Hohberger, Musikerin, Pädagogin und Autorin

WS 3: Actionbound – digitale Schatzsuche Lernen, Spaß und Outdoor-Aktivitäten miteinander verbinden? Dann könnte eine digitale Schnitzeljagd das Richtige sein. Mit »Actionbound« erstellen Sie mit Ihren SchülerInnen/Jugendlichen interaktive Touren, die man dann auf einem Smartphone oder Tablet spielt. Das Prinzip ähnelt der klassischen Schnitzeljagd, erweitert durch Medieninhalte, Internet und die Möglichkeit als Spieler selbst etwas beizutragen. Um einen Bound erstellen zu können, beschäftigen sich die SchülerInnen/ Jugendlichen intensiv mit einem aktuellen Unterrichtsstoff bzw. Inhalt und setzen sich auf vielfältige Weise „anders“ mit den vorgegebenen Themen auseinander. Nadine Aggour, Multmediamobil Südost

 

 

 

35,00 EUR

Saskia da Silva, Tel.: -341, E-Mail: da-silva@aewb-nds.de