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210476

"Morgenstund hat Gold im Mund?" - Diskriminierung von Armut aufgrund von Klassismus

26.04.2021, 13:00 Uhr - 16:00 Uhr (4 UStd.)

online

Motivierende Sprichwörter, wie 'Vom Tellerwäscher zum Millionär', kennen wir alle. Sie sollen uns zu Fleiß anregen und anspornen. Sie verschleiern jedoch, dass mehr und mehr Menschen sich zunehmend in schwierigen Lebenslagen befinden und sich trotz Anstrengung und Kraft nicht einfach aus ihrer Lage 'hocharbeiten' können. Menschen verlieren ihre Arbeit, ihre Existenz und erleben große Verunsicherung. Gleichzeitig ist Armut und das Leben am Existenzminimum selten offen diskutiert und wenig respektiert. Dahinter steckt die Diskriminierungsform Klassismus, also die Ausgrenzung und Benachteiligung aufgrund von sozialer Herkunft, Einkommen und auch Habitus.

 

Sensibel sein, professionell und wertschätzend mit Menschen in Armutslagen handeln – das ist keine leichte Anforderung.

Praxisnah sind folgende Inhalte geplant:

  • Welches aktuelle Wissen gibt es zum Thema „Armutsprävention“ - Können wir Menschen und deren Verhalten verstehen und haben wir Verständnis?

  • Wie sehen konkrete Gesichter von Armut aus? Wird unser Blick auf die Stärken der Menschen wieder frei?

  • Wie schaffen wir den oft schwierigen Spagat zwischen der eigenen Betroffenheit und der Rolle und Aufgabe als Fachkraft? Kann sich die emotionale Verwicklung auflösen?

  • Wie wird Teilhabe und Selbstwirksamkeit von Betroffenen möglich?


Die Fortbildung gibt die Chance, gemachte Erfahrungen, aufgekommene Fragen sowie konkrete Praxisreflexion mit Armutssensibilität zu verknüpfen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, mit den Kolleg:innen gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie ein gelingender pädagogischer Umgang mit Menschen, Familien, Kindern aussehen kann, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden, ohne dabei aus Versehen in psychologische oder therapeutische Fallen zu tappen.

 

Die Bundeszentrale für politische Bildung fördert die Erstellung und Erprobung der in der Fortbildung vorgestellten Methodenvideos durch das Projekt „Methodentraining digital (Medi) www.aewb-nds.de/fortbildung/methodentraining-digital/ “.

kostenlos

Tina Herfert, Tel.: -342, E-Mail: herfert@aewb-nds.de