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220100

Solidarität und Lebenskunst
Lernziel oder leere Formel für die Erwachsenenbildung?

Sebastian Lerch (Institut für Erziehungswissenschaft, Gutenberg-Universität Mainz) , Kim Deutsch (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Erwachsenenbildung, Johannes Gutenberg-Unversität Mainz)

03.02.2022, 09:30 Uhr - 13:30 Uhr (6 UStd.)

online

Die gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen (u.a. Individualisierung, Arbeit 4.0, Globalisierung) mit ihrer starken Akzentuierung des Selbst auf der einen Seite und die Corona-Pandemie mit den Appellen von gesellschaftlicher Solidarität oder Zusammenhalt markieren ein Zwischenfeld zweier Pole, in denen sich erwachsenenpädagogische Akteurinnen und Akteure sowie die Disziplin und ihre Organisationen selbst sich bewegen.

Wir möchten diese Suchbewegung unterstützen und mit ihnen gemeinsam diskutieren, ob und auf welche Weise Erwachsenenbildung ein geeignetes Feld darstellt, um Solidarität der Adressat/-innen, der Zielgruppen usw. als Lernziel zu unterstützen, welche Rolle eine Lebenskunst als gemeinschaftliche Kategorie dabei spielen kann und was es zugleich bedeutet, Solidarität als Anspruch als Person oder Organisation zu verfolgen, wohl wissend, dass dieser Anspruch nicht immer aufrecht erhalten werden kann.

Der Workshop wird daher zum einen Grundlagen von Lebenskunst und Solidarität in ihrer Tragweite für Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung vorstellen und diskutieren, zum anderen werden Möglichkeiten und Formen der erwachsenenpädagogischen Praxis hierzu thematisiert (z.B. Bürgerschaftliches Engagement, Orte der Begegnung). Um die Expertise der Teilnehmenden einzubeziehen wird u.a. an konkreten Fällen gearbeitet und die eigenen pädagogischen Grundüberzeugungen bzw. Haltungen werden unter dem Aspekt der Solidarität thematisiert.

Lehrende, Kursleitende, Trainer/-innen

Hauptberufl. Mitarbeiter/-innen, Leitungskräfte

29,00 EUR

Birgit Lemke, Tel.: -317, E-Mail: lemke@aewb-nds.de