Die Qualifizierung richtet sich ausschließlich an Multiplikator/-innen der Erwachsenenbildung. Ausgehend von den Vielfaltsdimensionen der UN-Charta verbindet sie die fachliche Auseinandersetzung mit Diversity durchgängig mit der didaktisch-methodischen Professionalisierung. Die Teilnehmenden bearbeiten die Themen für ihre eigene Bildungspraxis und reflektieren zugleich die eingesetzten Methoden auf der Metaebene.
Sie:
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erkennen diskriminierende Haltungen, Stereotype und strukturelle Benachteiligungen in Lern- und Bildungskontexten.
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reflektieren Sprache, Kommunikation und psychologische Sicherheit in Gruppen.
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erweitern ihre Handlungssicherheit im Umgang mit Vielfalt, Ausgrenzung und Diskriminierung.
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erproben Methoden, mit denen Diversity-Themen in der Erwachsenenbildung zugänglich, aktivierend und diskriminierungssensibel bearbeitet werden können.
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reflektieren und bewerten die eingesetzten Methoden kollegial bezüglich Ziels, Wirkung, Zielgruppenpassung, Chancen und Grenzen.
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übertragen geeignete Methoden auf eigene Seminare, Workshops, Kurse und weitere Bildungsformate.
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entwickeln eine eigene Methode für den Praxistransfer und – freiwillig – für die Zertifikatsleistung.
Methoden:
Informationsinputs, Erfahrungsaustausch, handlungsorientierte Übungen, Fallarbeit, Skalierungen, Kleingruppenarbeit, Diskussionen und Video-Einsatz. Jede eingesetzte Methode wird im Anschluss auf der Metaebene kollegial reflektiert und ausgewertet: didaktische Absicht, Ablauf, Wirkung, Zielgruppenpassung, mögliche Risiken sowie Übertragbarkeit in unterschiedliche Formate der Erwachsenenbildung.
Vertreter/-innen regionaler queerer Netzwerke werden das Seminar mitgestalten. Auch diese Praxisimpulse werden fachlich und methodisch auf der Metaebene ausgewertet.
Zielgruppe:
Ausschließlich Multiplikator/-innen der Erwachsenenbildung, insbesondere Trainer/-innen, Dozent/-innen, Kursleiter/-innen und pädagogische Mitarbeitende mit eigener Lehr-, Moderations- oder Bildungsarbeit.
Die Anerkennung als Bildungsurlaub wird hiermit beantragt. Nach der Anmeldung erhalten Teilnehmende eine Anmeldebestätigung und zeitversetzt die Bildungsurlaubsbestätigung für die Arbeitgeber*in. Anmeldung und Rechnungsstellung über die beschäftigende Organisation sind möglich.
Stundentafel
Montag
Grundlagen, Einführung und Vielfaltsdimensionen
9-16 Uhr,
8 UE
vormittags
Begrüßung, inhaltliche Orientierung und persönliche Lern- und Transferziele; Diversity-Begriff, UN-Charta und Vielfaltsdimensionen im Kontext der Erwachsenenbildung.
Metaebene: Kollegiale Reflexion und Auswertung der eingesetzten Einstiegs-, Zielklärungs- und Strukturierungsmethoden.
nachmittags
Vorurteile und Normen; Grundlagen diskriminierungssensibler Kommunikation; verständliche Sprache bei komplexen Diversity-Themen.
Metaebene: Kollegiale Reflexion und Auswertung der eingesetzten Sensibilisierungs- und Kommunikationsmethoden.
Dienstag
Interkulturelle Kompetenzen und Wahrnehmungen
9-16 Uhr,
8 UE
vormittags
Kulturdimensionen, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Kulturskalierung; Nutzen und Risiken vereinfachender Modelle.
Metaebene: Kollegiale Reflexion und Auswertung von Skalierungs- und Zuordnungsmethoden sowie ihrer Grenzen in heterogenen Lerngruppen.
nachmittags
Stereotype und Vorurteile, interkulturelle Kommunikation und psychologische Sicherheit in Lern- und Gruppenprozessen.
Metaebene: Kollegiale Reflexion und Auswertung von Methoden zur Perspektiverweiterung und zum Aufbau psychologischer Sicherheit.
Mittwoch
Formen der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt
9-16 Uhr,
8 UE
vormittags
Begriffsklärung, Erfahrungsaustausch und aktuelle politische Debatten zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt; sprachliche Handlungssicherheit.
Metaebene: Kollegiale Reflexion und Auswertung von Methoden zur Begriffsarbeit, zum Erfahrungsaustausch und zum Umgang mit kontroversen Themen.
Handlungsmöglichkeiten bei Belästigung und Diskriminierung; Umgang mit Stammtischparolen und abwertenden Aussagen in Bildungssettings.
Metaebene: Kollegiale Reflexion und Auswertung von Fallarbeit, Rollensimulationen und Interventionsmethoden.
Donnerstag
Generationendialog – altersbezogene Diversitäten
8 UE
vormittags
Stereotype und Vorurteile im Lebensverlauf; altersbezogene Vielfalt, Ausgrenzung und Diskriminierung; Übungen zum Perspektivwechsel und zur Empathiefähigkeit.
Metaebene: Kollegiale Reflexion und Auswertung von Perspektivwechsel- und Empathiemethoden.
nachmittags
Fallbeispiele aus beruflichen, gesellschaftlichen und pädagogischen Kontexten; strukturelle, persönliche und gruppenbezogene Lösungsansätze.
Metaebene: Kollegiale Reflexion und Auswertung erfahrungs- und fallbasierter Methoden mit Blick auf Freiwilligkeit, Schutz und psychologische Sicherheit.
Freitag
Lösungen, Transfer und Zertifikatsleistung
9-16 Uhr,
8 UE
vormittags
Inklusion und Diversity in der Erwachsenenbildung: gelingende Ansätze, Umsetzungsbarrieren und Transfer; Entwicklung eigener methodischer Ideen.
Metaebene: Kollegiale Reflexion und Auswertung von Transfer- und Planungsmethoden sowie Vorbereitung der freiwilligen Zertifikatsleistung.
nachmittags
Freiwillige Zertifikatsleistung: Präsentation und exemplarische Durchführung einer eigenen Methode zu einem behandelten Diversity-Thema.
Metaebene: Kollegiale Reflexion und Auswertung der vorgestellten Methode hinsichtlich Ziels, Zielgruppe, Ablaufs, Wirkung, Chancen, Grenzen und Übertragbarkeit in die Erwachsenenbildung.
Zielsetzung:
Die Qualifizierung stärkt Multiplikator/-innen darin, Diversity-Themen fachlich fundiert, diskriminierungssensibel und methodisch reflektiert in der Erwachsenenbildung zu bearbeiten. Anhand der Vielfaltsdimensionen der UN-Charta entwickeln die Teilnehmenden ein Diversity Mindset und erweitern zugleich ihre didaktisch-methodische Handlungskompetenz.
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Schieflagen, Diskriminierung und Benachteiligung in Lern-, Arbeits- und Gesellschaftskontexten beobachten, erfassen und analysieren
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geeignete Methoden auswählen, erproben und an unterschiedliche Zielgruppen und Bildungssettings anpassen
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Methoden auf der Metaebene kollegial bezüglich Ziels, Wirkung, Chancen, Grenzen und Übertragbarkeit reflektieren und auswerten
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eigene Impulse, Strategien und Methoden entwickeln und in die Erwachsenenbildungspraxis übertragen
Teilnahmebescheinigung/Zertifikat:
Teilnehmende erhalten eine Teilnahmebescheinigung. Eine erweiterte Teilnahmebescheinigung kann in Form eines Zertifikats ausgestellt werden, wenn die Teilnehmenden eine Präsentation halten und exemplarisch eine eigene Methode zu einem behandelten Diversity-Thema durchführen. Im Anschluss wird die Durchführung auf der Metaebene kollegial reflektiert und ausgewertet. Diese Leistung ist seitens der Teilnehmenden freiwillig.



