Bildungsurlaub: Diversity Manager*in – Qualifizierung für Multiplikator*innen der Erwachsenenbildung

270009
15.02.2027, 09:00 Uhr – 19.02.2027, 18:00 Uhr (40 UStd.)

Veranstaltungsort

Hannover

Kosten

kostenlos

Max Teilnehmende

15

Leitung

  • Andreas Sedlag (Theaterpädagoge und Kompetenztrainer)

Die Qualifizierung richtet sich ausschließlich an Multiplikator/-innen der Erwachsenenbildung. Ausgehend von den Vielfaltsdimensionen der UN-Charta verbindet sie die fachliche Auseinandersetzung mit Diversity durchgängig mit der didaktisch-methodischen Professionalisierung. Die Teilnehmenden bearbeiten die Themen für ihre eigene Bildungspraxis und reflektieren zugleich die eingesetzten Methoden auf der Metaebene.

Sie:

  • erkennen diskriminierende Haltungen, Stereotype und strukturelle Benachteiligungen in Lern- und Bildungskontexten.

  • reflektieren Sprache, Kommunikation und psychologische Sicherheit in Gruppen.

  • erweitern ihre Handlungssicherheit im Umgang mit Vielfalt, Ausgrenzung und Diskriminierung.

  • erproben Methoden, mit denen Diversity-Themen in der Erwachsenenbildung zugänglich, aktivierend und diskriminierungssensibel bearbeitet werden können.

  • reflektieren und bewerten die eingesetzten Methoden kollegial bezüglich Ziels, Wirkung, Zielgruppenpassung, Chancen und Grenzen.

  • übertragen geeignete Methoden auf eigene Seminare, Workshops, Kurse und weitere Bildungsformate.

  • entwickeln eine eigene Methode für den Praxistransfer und – freiwillig – für die Zertifikatsleistung.

Methoden:

Informationsinputs, Erfahrungsaustausch, handlungsorientierte Übungen, Fallarbeit, Skalierungen, Kleingruppenarbeit, Diskussionen und Video-Einsatz. Jede eingesetzte Methode wird im Anschluss auf der Metaebene kollegial reflektiert und ausgewertet: didaktische Absicht, Ablauf, Wirkung, Zielgruppenpassung, mögliche Risiken sowie Übertragbarkeit in unterschiedliche Formate der Erwachsenenbildung.

Vertreter/-innen regionaler queerer Netzwerke werden das Seminar mitgestalten. Auch diese Praxisimpulse werden fachlich und methodisch auf der Metaebene ausgewertet.

Zielgruppe:

Ausschließlich Multiplikator/-innen der Erwachsenenbildung, insbesondere Trainer/-innen, Dozent/-innen, Kursleiter/-innen und pädagogische Mitarbeitende mit eigener Lehr-, Moderations- oder Bildungsarbeit.

Die Anerkennung als Bildungsurlaub wird hiermit beantragt. Nach der Anmeldung erhalten Teilnehmende eine Anmeldebestätigung und zeitversetzt die Bildungsurlaubsbestätigung für die Arbeitgeber*in. Anmeldung und Rechnungsstellung über die beschäftigende Organisation sind möglich.

Stundentafel

Montag

Grundlagen, Einführung und Vielfaltsdimensionen

9-16 Uhr,

8 UE

vormittags

Begrüßung, inhaltliche Orientierung und persönliche Lern- und Transferziele; Diversity-Begriff, UN-Charta und Vielfaltsdimensionen im Kontext der Erwachsenenbildung.
Metaebene: Kollegiale Reflexion und Auswertung der eingesetzten Einstiegs-, Zielklärungs- und Strukturierungsmethoden.

nachmittags

Vorurteile und Normen; Grundlagen diskriminierungssensibler Kommunikation; verständliche Sprache bei komplexen Diversity-Themen.
Metaebene: Kollegiale Reflexion und Auswertung der eingesetzten Sensibilisierungs- und Kommunikationsmethoden.

Dienstag

Interkulturelle Kompetenzen und Wahrnehmungen

9-16 Uhr,

8 UE

vormittags

Kulturdimensionen, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Kulturskalierung; Nutzen und Risiken vereinfachender Modelle.
Metaebene: Kollegiale Reflexion und Auswertung von Skalierungs- und Zuordnungsmethoden sowie ihrer Grenzen in heterogenen Lerngruppen.

nachmittags

Stereotype und Vorurteile, interkulturelle Kommunikation und psychologische Sicherheit in Lern- und Gruppenprozessen.
Metaebene: Kollegiale Reflexion und Auswertung von Methoden zur Perspektiverweiterung und zum Aufbau psychologischer Sicherheit.

Mittwoch

Formen der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt

9-16 Uhr,

8 UE

vormittags

Begriffsklärung, Erfahrungsaustausch und aktuelle politische Debatten zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt; sprachliche Handlungssicherheit.
Metaebene: Kollegiale Reflexion und Auswertung von Methoden zur Begriffsarbeit, zum Erfahrungsaustausch und zum Umgang mit kontroversen Themen.

nachmittags

Handlungsmöglichkeiten bei Belästigung und Diskriminierung; Umgang mit Stammtischparolen und abwertenden Aussagen in Bildungssettings.
Metaebene: Kollegiale Reflexion und Auswertung von Fallarbeit, Rollensimulationen und Interventionsmethoden.

Donnerstag

Generationendialog – altersbezogene Diversitäten

9-16 Uhr,

8 UE

vormittags

Stereotype und Vorurteile im Lebensverlauf; altersbezogene Vielfalt, Ausgrenzung und Diskriminierung; Übungen zum Perspektivwechsel und zur Empathiefähigkeit.
Metaebene: Kollegiale Reflexion und Auswertung von Perspektivwechsel- und Empathiemethoden.

nachmittags

Fallbeispiele aus beruflichen, gesellschaftlichen und pädagogischen Kontexten; strukturelle, persönliche und gruppenbezogene Lösungsansätze.
Metaebene: Kollegiale Reflexion und Auswertung erfahrungs- und fallbasierter Methoden mit Blick auf Freiwilligkeit, Schutz und psychologische Sicherheit.

Freitag

Lösungen, Transfer und Zertifikatsleistung

9-16 Uhr,

8 UE

vormittags

Inklusion und Diversity in der Erwachsenenbildung: gelingende Ansätze, Umsetzungsbarrieren und Transfer; Entwicklung eigener methodischer Ideen.
Metaebene: Kollegiale Reflexion und Auswertung von Transfer- und Planungsmethoden sowie Vorbereitung der freiwilligen Zertifikatsleistung.

nachmittags

Freiwillige Zertifikatsleistung: Präsentation und exemplarische Durchführung einer eigenen Methode zu einem behandelten Diversity-Thema.
Metaebene: Kollegiale Reflexion und Auswertung der vorgestellten Methode hinsichtlich Ziels, Zielgruppe, Ablaufs, Wirkung, Chancen, Grenzen und Übertragbarkeit in die Erwachsenenbildung.

Zielsetzung:

Die Qualifizierung stärkt Multiplikator/-innen darin, Diversity-Themen fachlich fundiert, diskriminierungssensibel und methodisch reflektiert in der Erwachsenenbildung zu bearbeiten. Anhand der Vielfaltsdimensionen der UN-Charta entwickeln die Teilnehmenden ein Diversity Mindset und erweitern zugleich ihre didaktisch-methodische Handlungskompetenz.

  • Schieflagen, Diskriminierung und Benachteiligung in Lern-, Arbeits- und Gesellschaftskontexten beobachten, erfassen und analysieren

  • geeignete Methoden auswählen, erproben und an unterschiedliche Zielgruppen und Bildungssettings anpassen

  • Methoden auf der Metaebene kollegial bezüglich Ziels, Wirkung, Chancen, Grenzen und Übertragbarkeit reflektieren und auswerten

  • eigene Impulse, Strategien und Methoden entwickeln und in die Erwachsenenbildungspraxis übertragen

Teilnahmebescheinigung/Zertifikat:

Teilnehmende erhalten eine Teilnahmebescheinigung. Eine erweiterte Teilnahmebescheinigung kann in Form eines Zertifikats ausgestellt werden, wenn die Teilnehmenden eine Präsentation halten und exemplarisch eine eigene Methode zu einem behandelten Diversity-Thema durchführen. Im Anschluss wird die Durchführung auf der Metaebene kollegial reflektiert und ausgewertet. Diese Leistung ist seitens der Teilnehmenden freiwillig.

Zielgruppe

Lehrende, Kursleitende, Trainer/-innen, Hauptberufl. Mitarbeitende, Leitungskräfte, Pädagogische Mitarbeitende    

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Start: 29.09.2026, 10:00 Uhr
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Hannover
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Ende: 02.10.2026, 17:30 Uhr
Start: 05.10.2026, 10:30 Uhr
Ende: 08.10.2026, 15:00 Uhr